Entwicklung der Krankenversicherung

Entwicklung der Krankenversicherung

Seit über 100 Jahren haben wir in Deutschland gesetzliche Pflichtversicherungen, die die individuelle Existenzgrundlage absichern sollen, sofern sie bedroht ist. 1883 wurde zunächst die Krankenversicherung, 1884 die Unfallversicherung und 1889 die Alters- und Invalidenversicherung geschaffen. Ursprünglich waren die Versicherungen zur Abwehr arbeits- und produktionsbezogener Risiken geschaffen worden. Diejenigen, die eine lohnabhängige Beschäftigung hatten, finanzierten die Systeme und kamen im Schadensfalle in den Genuss von Leistungen. Wer keinen Versicherungsschutz genoss, da er kein Einkommen hatte, erhielt Leistungen der lokal organisierten Armenfürsorge.

Nach den Zerrüttungen des ersten und zweiten Weltkrieges stieg der Wohlstand im Nachkriegsdeutschland. Das deutsche Wirtschaftswunder erklomm immer neue Höhen und sorgte für steigende Löhne und damit für Wohlstand in der neuen Bundesrepublik. Bis in die 70er Jahre florierte das Sozialversicherungssystem. In Deutschland herrschte Vollbeschäftigung und nahezu alle Bürger waren durch die Pflichtversicherungssysteme abgesichert.

Mit dem Ölpreisschock und dem Zusammenbruch des Weltwährungssystems (Bretton-Woods-Abkommen) Mitte der Siebziger stieg die Arbeitslosigkeit und die Anzahl der unsicheren und schlecht bezahlten Beschäftigungsverhältnisse. Bis heute ist diese Tendenz ungebrochen.

Trotz dieser Probleme hat sich an der Finanzierung des Sozialversicherungssystems bisher jedoch kaum etwas geändert. Wie vor hundert Jahren, werden auch heute die Sozialversicherungen noch von den lohnabhängig Beschäftigten finanziert. Nur die Rentenversicherung wird zu einem Viertel aus Steuergeldern finanziert. Beamte, Selbstständige und Freiberufler beteiligen sich nach wie vor nicht an der Finanzierung der Pflichtversicherungen.

In den1970er und 1980er Jahren wurde die Leistungen der Krankenversicherung stark ausgebaut. Seit den 1990er Jahren müssen sie wegen der Altersstruktur der Bevölkerung und der Kostenexplosion im Gesundheitswesen wieder eingeschränkt werden. Die zahlreichen gesetzlichen Änderungen der letzten Jahre, die Einführung der Praxisgebühr und die Diskussion über Zusatzbeiträge machen es für die Versicherten schwer zu erkennen welche Krankenkasse das beste Preisleistungsverhältnis für sie persönlich oder ihre Familie bietet. Ein unabhängiger und kostenloser PKV-Vergleich hilft ihnen bei der Wahl der richtigen Krankenversicherung beziehungsweise bei der Entscheidung zu wechseln oder sich (zusätzlich) privat zu versichern.

Die Mitglieder der Krankenkassen – egal ob gesetzlich oder privat – haben das Gefühl, von den Kassen immer heftiger zur Kasse gebeten zu werden und im Krankheitsfall dann doch tief in die eigene Tasche greifen zu müssen. Oft widersprüchliche Reformen im Gesundheitswesen, der medizinische Fortschritt, die sich verändernde Altersstruktur sind nur einige Ursachen dieses Problem.
Als Beitragszahler und Patient sind sie diese Entwicklung aber nicht hilflos ausgeliefert. Nur wenn sie Bescheid wissen ihre Rechte kennen und zu wahren verstehen, können sie sich wehren. Dabei hilft ihnen der PKV-Vergleich um die Vorteile der privaten Krankenversicherungen zu nutzen, Beitragserhöhungen auszuweichen und notwendige Leistungen preiswerter zu kommen.

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